
9. Februar 2026
Übungen für die Körperwahrnehmung in der Grundschule
Sozial-emotionales Lernen beginnt im Körper
Hast du auch Kinder in der deiner Grundschulklasse, die nicht merken, wenn sie überfordert, unruhig oder müde sind? Vielleicht rufen sie einfach in die Klasse rein oder stehen auf?
Manchmal können Grundschulkinder ihre Gefühle nicht gut erkennen. Das liegt oft daran, dass sie nicht gelernt haben, ihre Körpersignale wahrzunehmen. Sie handeln dann oft impulsiv oder können nicht benennen, was eigentlich mit ihnen los ist. Die eigene Gefühlswelt ist diffus und verwirrend.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, warum Körperwahrnehmung eine zentrale Grundlage für sozial-emotionales Lernen ist – und wie du sie gezielt im Unterricht üben kannst.
Spoiler: Wir haben auch ein paar schöne, knackige Übungen für die Körperwahrnehmung in der Grundschule für dich, die du in unter 5 Minuten in deinen Unterricht integrieren kannst.
Ungeduldig?
Hier springst du direkt zu den Körperwahrnehmungs-Übungen.
Was bedeutet Körperwahrnehmung?
Körperwahrnehmung gehört zum Bereich der Achtsamkeit. Es geht also um ein intensives, ruhiges Spüren des Körpers, ganz ohne Bewertung.
Eine gute Körperwahrnehmung ist außerdem die Grundlage von sozial-emotionalem Lernen: Denn jedes Gefühl hat einen körperlichen Ausdruck, den wir mit etwas Übung wahrnehmen können.
Körpersignale, die auf Gefühle hindeuten, können z. B. sein:
- Veränderter Herzschlag
- Flauer Magen
- Druck oder Engegefühl im Brustkorb
- Kribbeln im Bauchraum
- Zittern
- Gähnen oder Seufzen
Auch wenn nicht jedes Gefühl immer mit demselben eindeutigen Körpersignal einhergeht, gilt: Jedes Signal ist ein Hinweis – gerade ist etwas los. Und wir dürfen uns die Zeit nehmen, achtsam hinzuschauen, was es ist.
Je besser Kinder die Signale ihres Körpers spüren lernen, desto besser wird ihr Zugang zu den eigenen Gefühlen. Schon kurze, regelmäßige Achtsamkeitsübungen können zu einer besseren Körperwahrnehmung beitragen.
Wieso sind Übungen zur Körperwahrnehmung in der Grundschule so wichtig?
Es lohnt sich für jedes Kind und egal in welchem Alter, Körperwahrnehmung zu üben. Wenn Kinder keinen ausreichenden Zugang zu ihrem Körper und ihren Gefühlen haben, äußert sich das oft im Verhalten, z. B.:
- Impulsivität
- Übererregung (emotional oder körperlich)
- Untererregung (emotional oder körperlich)
- Rückzug
Diese Verhaltensweisen sind kein Zeichen von mangelnder Motivation oder Absicht. Sie zeigen vielmehr, dass dem Kind eine wichtige Grundlage für Selbstregulation fehlt.
Wirkung einer guten Körperwahrnehmung
Körperwahrnehmung hat dementsprechend eine positive Wirkung auf:
- Konzentration & Lernbereitschaft
- Emotionsregulation
- Konfliktfähigkeit
- Klassenklima & soziales Miteinander
Insgesamt werden dadurch das Klassenklima und die Atmosphäre positiv beeinflusst. Also nichts wie ran ans Üben, oder?
Unsere Achtsamkeitsübungen: Körperwahrnehmung in der Grundschule
Wir haben für dich fünf Übungen entwickelt, die die Achtsamkeit deiner Schüler:innen stärken. Ganz konkret geht es dabei um zwei sozial-emotionalen Kompetenzen:
- Körperwahrnehmung schulen
- Aufmerksamkeit schärfen
Die Übungen sind so gestaltet, dass du sie direkt im Klassenraum einsetzen kannst.
Tipp: Baue die Übungen am besten als kleine Routine regelmäßig in bestimmten Phasen deines Unterrichts ein, z. B. am Anfang, als Pause nach einer Arbeitsphase oder am Ende. Wie du weißt, lieben Kinder Rituale und Wiederholungen.
Registriere dich ganz einfach hier und du erhältst in den nächsten 5 Wochen jeweils einmal pro Woche eine unserer insgesamt fünf Übungen. Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren!