Fester Bestandteil der Grundschule

Bunter Ball ist ein sportpädagogisches Projekt, das uns Kinder nicht nur sportlicher machen soll. Es soll uns vor allem dabei helfen, dass wir netter miteinander umgehen und dass wir als einzelne Kinder wachsen. So können wir uns auch besser schützen, wenn uns Dinge in unserem Umfeld belasten. Unsere Chancen, dass wir mal genauso toll werden, wie wir überhaupt werden können, sind dann größer als ohne die Hilfe von In safe hands.

Das Projekt Bunter Ball steht jede Woche fest auf unserem Stundenplan. Es ist Teil unseres Ganztagsangebots und wir machen das Projekt während der ganzen Grundschulzeit. Also vier Jahre lang jede Woche einmal. Die einzelnen Stunden heißen AGs und sie haben immer das gleiche Muster. Zum Aufwärmen bewegen wir uns und sprechen mit anderen Kindern über unsere Gefühle. Danach bringen unsere Trainer:innen ein neues Spiel mit, das In safe hands e.V. selbst entwickelt hat. Dieses Spiel ist besonders wichtig für das sozial-emotionale Lernen. Und zum Schluss sprechen wir über das, was wir gelernt haben und spielen noch ein freies Spiel, das wir uns selbst aussuchen dürfen.

Sozial-emotionales Lernen und Anti-Bias-Ansatz

Damit unsere Trainer:innen wissen, welche Übungen sie Woche für Woche mit uns machen sollen, hat In safe hands e.V. ein sogenanntes „Curriculum“ entwickelt. In dem Curriculum steht genau drin, in welchem Schuljahr wir welche Themen haben und welche Übungen zu den Themen gehören. In den Klassen 1, 2 und 3 lernen wir zum Beispiel, unsere Gefühle zu verstehen, über unsere Gefühle zu sprechen und starke Gefühle in ein Gleichgewicht zu bringen. Außerdem zeigen uns die Trainer:innen, wie wir die Gefühle anderer Kinder in einer Situation verstehen und, wie wir einen Streit so lösen können, dass alle wieder glücklich sind.

In der vierten Klasse hat sich In safe hands für dieses Schuljahr etwas Neues überlegt. Als Greta 2018 das Projekt erfunden hat, wollte sie uns in Klasse 4 vor allem erklären, wie wir besser mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen umgehen können. In den letzten Jahren ist In safe hands aber genauso wichtig geworden, dass auch Mädchen und Jungen, Kinder mit und ohne Behinderung oder Kinder aus reichen und Kinder aus armen Familien besser zusammenleben. Leider funktioniert das nämlich nicht immer und daran können zum Beispiel Vorurteile schuld sein. Um uns herum gibt es viele Vorurteile und wir Kinder können uns gar nicht dagegen wehren, dass wir sie auch bekommen. Im Projekt „Bunter Ball“ lernen wir, wie wir die Vorurteile an die Seite schieben können, wenn wir ein anderes Kind treffen. Nur dann können wir es wirklich kennenlernen und entdecken, dass der Junge, der neu in unserer Klasse ist, vielleicht wirklich nicht so gut singen kann wie wir, aber dafür umso besser Gitarre spielt und wir gemeinsam eine tolle Band wären.