Die Wirkungslogik von Bunter Ball

Als wir „Bunter Ball“ im September 2018 begonnen haben, war es unser großer Wunsch, zukünftig sehr genau aufzeigen zu können, welche tatsächlichen Veränderungen unser Projekt insbesondere bei den teilnehmenden Kindern bewirken kann. Um uns selbst bewusst zu machen, welche Schritte nötig sind, um diese Wirkung zu erreichen und damit auch einen Beitrag zu unserer Vision zu leisten, aber auch, um diese Zusammenhänge anderen Menschen verständlich erklären zu können, haben wir eine sog. Wirkungslogik für „Bunter Ball“ entwickelt. Unsere Wirkungslogik basiert im Grunde auf dem I-O-O-I Modell (Input – Output – Outcome – Impact). Input steht dabei für die Ressourcen, die wir in das Projekt „Bunter Ball“ investieren. Dazu gehören u.a. finanzielle Mittel, Arbeitszeiten, Wissen/Konzepte aber auch unsere Werte und Haltungen. 

Der Output entspricht den Angeboten, die wir mit diesen Ressourcen erbringen konnten. Im Schuljahr 2020/2021 waren das trotz der Pandemie bedingten, mehrmonatigen Schulschließungen 171 AGs – und somit 36% aller ursprünglich geplanten Stunden mit den Kindern. Um den Kindern auch während der Schulschließungen Zugang zu unseren Inhalten zu ermöglichen, haben wir kurzfristig das Digital-Projekt „Zuhausezeit“ ins Leben gerufen, das sechs Kinderyoga-Videos, 13 Traumreisen und Geschichten sowie 27 Übungen für die ganze Familie umfasst und auf unserer Homepage frei zugänglich ist. Darüber hinaus haben wir unseren Trainer:innen vier Fortbildungen angeboten und Materialien für die AGs entwickelt, die in den nächsten Schuljahren zum Einsatz kommen werden.  

 

Unter der Bedingung, dass die von uns geschaffenen Angebote von den Kindern tatsächlich angenommen werden und sie darin Spaß und Erfüllung finden, erwarten wir durch unsere Arbeit reale Veränderungen des Bewusstseins, der Kompetenzen sowie der Lebenswelt der teilnehmenden Kinder. Diese erwartete Wirkung auf unsere Zielgruppe wird auf der Ebene Outcome der Wirkungslogik dargestellt. So soll Bunter Ball in einem ersten Schritt die sozialen und emotionalen Kompetenzen der Kinder fördern. Zudem werden sich die Kinder gesellschaftlicher Vorurteile bewusst und lernen, Diskriminierung zu erkennen.

Die Kompetenzerweiterung führt dazu, dass die Kinder achtsamer, wertschätzender und vorurteilsbewusster interagieren und sie zudem ihre Resilienz gegen psychosoziale Risikofaktoren erhöhen. Der vorurteilsbewusste Umgang miteinander kann die Mobbing- und Diskriminierungserfahrungen in der Interaktion der Kinder reduzieren und die gesteigerte Resilienz bewirkt, dass die Lebens- und Bildungschancen der Kinder weniger stark von den ungleichen Startbedingungen beeinflusst werden. 

Die oberste Ebene der Wirkungslogik, die sog. Impact-Ebene, beschreibt die gesellschaftliche Veränderung, die unser Projekt erreichen soll. Bei In safe hands e.V. / Bunter Ball ist sie gleichzusetzen mit unserer Vision: Chancengleichheit und Wertschätzung für jedes Kind! Auf dieser Ebene eine tatsächlich nachweisbare, mit dem eigenen Projekt im direkten Zusammenhang stehende Wirkung zu erzielen, ist von außerordentlicher Schwierigkeit und deren Nachweis zudem in den meisten Fällen mit erheblichen Kosten verbunden. Wir werden uns in den nächsten Jahren darauf fokussieren, reale Veränderungen auf der Outcome-Ebene zu bewirken, diese nachvollziehbar zu messen und transparent zu kommunizieren.